Kuriositäten der Hundesprichwörter
Hundesprichwörter gibt es in fast jeder Sprache – und sie sind erstaunlich oft negativ.
„Auf den Hund kommen“, „dog-eat-dog world“, „Hundeleben“ – aber warum eigentlich?
In dieser Folge schauen wir dahin, wo diese Bilder entstanden sind:
ins Mittelalter und die frühe Neuzeit, in eine Zeit ohne Tiermedizin, ohne Kastration, ohne Verantwortungssysteme. Wir sprechen über Straßenhunde als Alltagsrealität, über Tollwutangst, Armut und warum Sprache genau das konserviert, was Gesellschaften überfordert hat.
• wie viele Streuner es in mittelalterlichen Städten realistisch gab
• welche historischen Quellen dieses Bild stützen
• warum Hunde zu Projektionsflächen für Kontrollverlust wurden
• und weshalb moderne Verhaltensbiologie diese alten Narrative klar widerlegt
Diese Episode ist kein Romantisieren, sondern eine Einordnung:
Sprache ist ein Archiv – und Hunde waren lange die Leidtragenden menschlicher Strukturen.

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